Gesellschaft Helvetia - Hungaria

Thomas Csonka am 5. Mai 2007

Ehrung Thomas Csonka an der Delegiertenversammlung der HHG am

05. Mai 2007 im Centrum 66, Salomon-Keller, Hirschengraben 66, 8001 Zürich

Ich möchte das Wirken Thomas Csonka in der HHG mit ein paar Erinnerungen würdigen. Damit unterschlage ich natürlich viele weitere Engagements unseres Zentralvizepräsidenten, die mir bestimmt verborgen blieben, weil Bern respektive Hünibach/Thun halt doch ein ganzes Stück von Zürich entfernt sind.

Thomas ist Gründungsmitglied unserer Gesellschaft im Jahre 1991 in Thun, seither im Zentralvorstand und –man darf es ohne Übertreibung sagen- treibende Kraft unserer Gesellschaft, die sich sehr oft koordinierend und vermittelnd eingeschaltet hat, gewissermassen die Qualitätskontrolle unserer Institution war.

Ich habe Thomas als eine Persönlichkeit wahrgenommen, die sich nie in den Vordergrund gedrängt hat, aber durch ihr Engagement stets ein Garant war zum guten Gelingen unserer Vorhaben im Zentralvorstand. Nicht zu vergessen alles, was er neben seiner Tätigkeit im Zentralvorstand als Gründungs- und Vorstandsmitglied der Sektion Zürich und in andern Gremien wie als Präsident des Ungarischen Ingenieur- und Architektenvereins geleistet hat.

Wären nicht die Jubiläumsfeierlichkeiten im vergangenen Jahr gewesen, müsste ich das Engagement Thomas’ für die Bewahrung der Stadt Szolnok vor weiteren Überschwemmungskatastrophen als  d i e  grosse Leistung unseres Zentralvizepräsidenten durch den Bau bzw. die Restfinanzierung eines Schutzdammes herausstreichen. Als der damalige ungarische Botschafter Pal Schmidt in Murten die HHG zu Hilfe rief, hat Thomas alle Fäden gezogen, um der Stadt an der Theiss zu helfen. Hier zeigte sich die Verbundenheit Thomas zu Ungarn zu einer Region, die wahrlich nicht vom Glück begünstigt war. Das war im Jahre 2000.

Zwei Jahre später war die Luft bei der HHG draussen, d.h. beim Zentralvorstand. Eine gewisse Misstimmung bei Sektionen machte sich breit und zielte darauf ab, die Bedeutung des Zentralvorstandes in Frage zu stellen und die Sektionen autonom werden zu lassen, was sie schon immer waren, doch „mussten“ sie jährlich einen Obolus an die Zentrale abliefern, was eine gewisse Abhängigkeit zur Zentrale ableiten lässt... Thomas trat ein Jahr später mit einer starken Truppe aus Zürich in Biel an und verhinderte das Schlimmste, ja, er machte dem Zentralvorstand und damit mir das grösste Geschenk meiner Präsidialzeit, die doch immerhin auf das Jahr 1993 zurückgeht: nachdem ich jahrelang als Einzelkämpfer und schwach unterlegt in gewissen Vorstandsfunktionen wirken durfte, bekam ich nun auf einen Schlag zwei starke Frauen an meine Seite, auf die ich fortan zählen und stolz sein durfte: Martina Szöllösy als Kassiererin und Kathrin Attinger als Aktuarin (ich habe sie an der kürzlichen HSU-Generalsversammlung als unsere Generalsekretärin vorgestellt, was ihr bestimmt zustehen würde) und –der Zeit gehorchend- als Web-Designerin. Die HHG hat seither eine ansprechende Plattform im Internet, und von der Buchhaltung kann ich nur sagen, dass ihre professionelle Bewirtschaftung zuliesse, dass sich die HHG zum Konzern entwickelte. Die HHG-Zentrale  hatte zu ihrer Anfangszeit katastrophale Verhältnisse, was die Buchhaltung betraf. Wir kannten Zeiten, da wir mangels Belegen und Buchhaltung gar keine Vereinsversammlung, geschweige denn die Entlastung des Vorstandes hätten vornehmen dürfen. Glücklicherweise kannten wir aber anderes als nur vom Geld zu sprechen, und so sahen wir geflissentlich über dieses Manko hinweg. Von nun an, also seit Biel im Jahre 2003, war es für mich eine Freude mein Amt fortzusetzen, weil ich auf meinen „verjüngerten“ Vorstand zählen konnte. Zum Begriff „Verjüngerung“ etwas später. Die gleiche Sitzung in Biel war denn auch der Auslöser zu den Feierlichkeiten 50 Jahre Ungaren in der Schweiz, Thomas sagte, dass er zumindest dieses Projekt in die HHG einbringen wolle. Dann wolle man weiterschauen. Da stehen wir also heute: wir würdigen ein verdientes Mitglied und schauen nach vorn.

Thomas ergriff die Initiative zur würdigen Begehung des 50-Jahre Jubiläums des Ungarn-Aufstandes bzw. den 50. Jahrestag der Aufnahme von Tausenden von Ungarn-Flüchtlingen in der Schweiz, das letztes Jahr über die Bühne ging, äusserst erfolgreich war und im ganzen Lande Spuren hinterlassen hat. Der in Aussicht genommene Präsident des IK und späteren OK, Prof. Georg Gyarmathy erklärte damals, er würde dieses sicher aufwändige und anspruchsvolle Amt nur antreten, wenn er eine starke Persönlichkeit an seiner Seite wüsste. Das konnte nur bedeuten, dass Thomas Csonka als Co-Präsident hinstand. Was er da mit seinem Team alles unternommen hat, das wissen nur die mit dem Präsidium des IKs und späteren OKs engstens Zusammenarbeitenden. Natürlich durfte ich als PR-Verantwortlicher mit Agnes Hirschi auch Aufgaben übernehmen, aber was da v.a. in Zürich alles geleistet wurde, darf zu einem guten Teil auch dem Konto von Thomas gutgeschrieben werden. Ich denke, etwas Gehaltvolleres und Effizienteres als die beiden erfahrenen Herren zusammenzuspannen hätte der Initiative nicht passieren können. Ich verzichte darauf hier in die personellen Details zu gehen, denn ehren wollen wir heute ja Thomas Csonka, die andern müssen halt noch ein wenig warten.

Thomas hat unsere Gesellschaft bei der HSU Handelskammer Schweiz-Ungarn eingeführt, wo wir seit ein paar Jahren Passivmitglied sind. Das kann man in zweierlei Hinsicht verstehen: passiv dürfen wir dort sein, weil wir nicht in erster Linie wirtschaftliche Projekte bearbeiten, und was uns sehr entgegenkommt: der Passivmitgliederbeitrag ist mit CHF 100.— erheblich geringer als jener für sog. Aktivmitglieder.

Thomas hat auch für seine Nachfolge im Zentralvorstand gesorgt, indem er Peter Guha als Vizepräsidenten vorgeschlagen hat. Damit blieb mir erspart nach einer Persönlichkeit Ausschau zu halten, die ich vielleicht gar nie gefunden hätte. Das wäre dann ein weiteres Geschenk Thomas Csonkas an den Zentralvorstand und damit an mich gewesen. Ich bin aber überzeugt, bei Thomas weiterhin Rat holen zu dürfen, wenn ich ihn brauche. Das gilt wohl für alle, die hier anwesend oder vertreten sind.

Thomas hat gesundheitlich sicher in den letzten Jahren etwas abbekommen, das nur seiner Familie und seinen engsten Vertrauten nicht verborgen bleib. Deshalb sind an mein Ohr auch keine Klagen gedrungen, denn Thomas ist ein Mann der Stärke und nicht der Schwäche. Er stellt sich in den Dienst anderer und treibt dadurch manchmal halt etwas Raubau an sich selber. Dass er aber auch mitfühlend ist, geht aus einem persönlichen Schreiben an Louis Bischof, unser erstes Ehrenmitglied –nebst dem Ehrenpräsidenten Kurt Bolliger- hervor, das mir in die Hände gespielt wurde und das ich Ihnen abschliessend gerne vorlese. Es zeigt die empathische Seite und damit die soziale Kompetenz unseres Geehrten.

Wir ernennen heute Thomas Csonka zum Ehrenmitglied des Zentralvorstandes und unserer Gesellschaft und wünschen ihm und seiner Familie nur das Beste für die Zukunft, vor allem aber gesundheitliches Wohlergehen.
Vis T C

3626 Hünibach, 05.05.07

Aktuelle Projekte

Aktuell im 2017:

 

- 2017 Juni: Hilfsgütertransport nach Sárszentmihály

- Ueberweisung 3'000 € für das ungarische reformierte Lyzeum in Nagydobrony / Ukraine

-  Neuer Homepage Sektion ZBL

- 2017 Februar: Spende für die Romasiedlung in Beregszász / Ukraine

- 2017 April: Transport nach Szeged

- 2017 Mai: Dankesbrief (ungarisch) 

 

Jahresberichte 2016:

- Jahresbericht Dachverband

- Jahresbericht NW

- Jahresbericht Lémanique

- Jahresbericht Fribourg

 

Aktuell im 2016:

- "Topic RUR-06-2016  

- Kleidertransporte nach Szeged und Őrhegy

- Holzlieferung nach Kerecseny

- Hilfsgütertransport nach Sárszentmihály

- Jubiläumsveranstaltung 25 Jahre GHH

- Unterstützung der Waisen in Somogysárd

- Bach Konzertreihe im Mai mit ungarischen Musiker in Lutry

 

Vielen Dank den Spendern !