Gesellschaft Helvetia - Hungaria

am 16.12.2010

Der lang ersehnte Tag – das Lager war wieder voll – ist gekommen.

Mit Sorge habe ich am Morgen aus dem Fenster geschaut – hoffentlich hat es nicht geschneit. Es war wohl Schnee auf der Strasse, aber die Verhältnisse waren annehmbar.

In Wallbach bei der Novoplast haben wir zuerst Schnee geschaufelt und Salz gestreut, damit wir unter angenehmeren Verhältnissen unsere Arbeit erledigen konnten. Der Lastwagen aus Ungarn hatte  Verspätung wegen dem Schnee -  an der Grenze musste der Camion  eine Stunde warten.

Mit Aufladen konnten wir einige Minuten nach Mittag beginnen.

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Kalt war es, aber diese Arbeit gibt warm! Da es schon lange nach Mittag war und wir alle Hunger hatten, haben wir das Angebot unserer Sponsoren – ein warmer Raum, in dem wir unser Mittagessen einnehmen konnten – mit grosser Dankbarkeit angenommen. Es gab ungarisches Paprikahuhn mit Knöpfli, grüne Bohnen in Paprikasauce, Salat und Quarkkuchen.

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Nach dem Mittagessen haben wir mit erneuter Kraft unsere Arbeit fortgesetzt, bis der Lastwagen voll war. Das Geld, das wir für die Geschädigten der roten Schlammkatastrophe erhalten hatten, haben wir in einem Umschlag dem Fahrer des Lastwagens in die Hände gedruckt – es waren CHF 2’200 (In Ungarn werden auch Spenden versteuert). Beim letzten Transport konnten wir CHF 200 und 120’000 HFT schicken.

Nachmittag um 4 Uhr war der Lastwagen voll – also schnell-schnell zur Grenze, Stein – Bad Säckingen, wo wir ohne Probleme die nötigen Stempel – sowohl auf Schweizer  als auch auf Deutscher Seite erhalten haben – und der Lastwagen konnte in Richtung Ungarn losfahren.

Euch in Ungarn wünschen wir alles Gute, viel Kraft zum Ausladen und Verteilen der Spenden.

Spürt die grosse Zuneigung und Liebe, mit der wir die Spenden erhalten und eingepackt haben.

Wir danken allen, die uns diese grosse Hilfe
mit Spenden, mit Zeit- und Arbeitseinsatz möglich machten und der Firma Novoplast AG,
die uns das Lager zur Verfügung stellt und
uns ermöglicht, die Spenden nach Ungarn zu transportieren

Vielen Dank !

Monika Weibel-Haulik